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(e.) TWIN
GABRIEL

Seit 1988 arbeitet das Künstlerduo Else Gabriel und Ulf Wrede zusammen. In ihren neueren Arbeiten und Projekten untersuchen sie Rollenklischees in ihren unterschiedlichen politischen, philosophischen oder kunstgeschichtlichen Dimensionen. Alltägliches familiäres Leben, Geschlechterrollen, biologische Prozesse oder Fragen der Wahrnehmung und der visuellen Kommunikation im Zeitalter der Medien werden zum Thema ihrer künstlerischen Arbeit. Else Gabriel ist derzeit Professorin an der Kunsthochschule in Saarbrücken und wirkte zuvor an den Kunsthochschulen Hamburg, Kassel, Kiel und Braunschweig. (e.) twin gabriel erhielt Stipendien des P.S. 1 New York, vom DAAD sowie der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten (Berlin) und des Künstlerhauses Worpswede. Ihre Arbeiten wurden u.a. im NBK Berlin, Neue National Galerie Berlin, Kunstverein Kassel und Künstlerhaus Bethanien gezeigt. Ausstellungsbeteiligungen führten sie u.a. nach Peking, Chicago, Tokyo, Argentinien und Australien.fotos: max merz

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(e.) Twin Gabriel sind Else Gabriel und Ulf Wrede. In Performances, die für Foto/Video und Installation inszeniert werden, arbeiten sie seit Jahren an Familien- und Kinderbildern. Für das Haus der Vorstellung widmen sie sich den Idealen von Geometrie, Proportion und Fiktion, kurz: den melancholisch gefärbten Vorstellungen der Erwachsenen vom Kind, wie sie Generationen übergreifend phantastisch und zeitlos in den Erzählungen Lewis Carrolls „Alice im Wunderland" und „Alice hinter den Spiegeln" aufscheinen.
In ihrer Wohnung in der Torstraße 166 entstehen Nachbauten zweier Gebäudedetails (Christ Church, Oxford, und Lambeth Palace, London), in der sie zwei Kinderfotografien des Autors Lewis Carroll so exakt wie möglich nachstellen und in Film- und Fotoperformances beleben. Die Idee, diese beiden Figuren wieder lebendig werden zu lassen, beschäftigt das Duo schon seit mehreren Jahren. Seitdem arbeiten sie an Recherchen und an der plastischen Umsetzung. Die Mädchen werden in den historischen Kostümen für Foto- und Videoaufnahmen posieren und aus den Fotos heraus quasi lebendig werden. Es geht den Künstlern darum, eine Atmosphäre aus Fiktion, Berechnung und Voyeurismus zu erzeugen, ein Gefühl von Reinheit und Eleganz nicht ohne Abgründe.
„Das Private, Intime einer »gutbürgerlichen« Wohnung liefert einen idealen Spielplatz für diese Inszenierung." (Else Gabriel)

Eine Erstausgabe der Geschichte von „Alice im Wunderland" aus dem Jahr 1865 wurde 1998 mit einem Auktionswert von 1.500.000 US-Dollar zum teuersten Kinderbuch aller Zeiten.

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