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Laura
Kikauka

Laura Kikauka, 1963 als Tochter litauischer Immigranten in Hamilton/Canada geboren, hat sich als studierte Künstlerin früh von der Malerei abgewandt und sich seither mit neuen Technologien, Performances, Computerkunst und Video auseinandergesetzt. Seit 1992 lebt sie zwischen Ontario und Berlin auf ihren Funny Farmen. Für Furore sorgte jüngst ihre Arbeit ‚For the love of Gaud – Damien Worst’ in der sie sich auf das derzeit teuerste Kunstwerk der Welt, einen mit Diamanten besetzten Totenschädel von Damien Hirst bezieht, den sie als Plastikvariante mit Billigmaterialien nachahmt. Darüberhinaus nimmt sie seit 1992 an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil. Mit der Ausstellung „Quobo – Kunst in Berlin“ ist sie seit 2000 auf Tournee u.a. in Tokio, Lima, Singapur, Hanoi und Serbien, darüber hinaus wurden ihre Arbeiten u.a. im Kunstmuseum Wolfsburg, Kunstverein Ulm, Kampnagel Hamburg und der Ars Electronica Linz gezeigt.fotos: max merz

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Sperrmüll? Kitsch? Trash?

Was für die einen hässlicher Müll ist für Laura Kikauka inspirierendes Material. Die kanadische Künstlerin, deren Sammelleidenschaft Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist, bedient sich aus dem Pop-Art-Environment der Flohmärkte. Ihr Sammeln und Basteln beschränkt sich jedoch nicht auf das bloße Anhäufen von Kitsch, sondern ist auch Kommentar auf aktuelle gesellschaftliche Phänomene und soziale Situationen. Als Reflektion der permanenten Veränderung Berlins seit dem Mauerfall entwickelt sie für das Haus der Vorstellung eine Wohnsituation unter dem Titel ‚Halfway House - Perpetual Eviction’ (wörtlich: „Halbwegs-Haus“). Der Titel “Halfway House“ lässt sich übrigens als Wortspiel verstehen: er bedeutet im Englischen so viel wie „therapeutisch betreutes Wohnheim“...
Das „Chaos“ hat bei Kikauka sozusagen „Methode“: Das Sammelsurium von Alltagsgegenständen schafft und inszeniert eine Art „Treffpunkt“, der Kikaukas Intention entspricht, ihre Installationsräume in „kollektive Wohnzimmer“ zu verwandeln. In diesem Sinne wird auch ihre Wohnung in der Torstraße 166 sich präsentieren, in der sie zu Ping-Pong, Kaffee und Bier einlädt und in der die Verwandlung eines „Kuriositätenkabinetts“ in ein von den Besuchern genutztes „Spielzeugparadies“ erwünscht und beabsichtigt ist.

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