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Harald
Smykla

Harald Smykla (*1961) studierte an der Kunstakademie in Karlsruhe und lebt seit 1988 in London, wo er u.a. mit dem Psychological Art Circus zusammenarbeitete. Seine Lichtinstallationen wurden in zahlreichen Ausstellungen in Großbritannien und Deutschland gezeigt, u.a. im Neuen Kunstraum Karlsruhe, im Hull Art Lab (Yorkshire), Amalienpark Berlin, Brixton Art Gallery in London. Seine jüngsten Projekte führten ihn auf das Performance Festival MAP Live 07, das in Tel Aviv, Dubrovnik und Carlisle (Nordengland) gastierte. Daneben nahm er am artist-in-residence Programm im Exmoor Nationalpark teil. fotos: max merz

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Es werde Licht!

In der Torstraße 166 nutzt der in London lebende Künstler Harald Smykla eine mittlereArmada von Polylux und Overheadprojektoren für seine interaktive Lichtperformance Reprojection: Zeichnerisch entsteht vor unseren Augen eine neue Welt, in der die räumlichen Gegebenheiten mit den Konturen der Besucher und den grafischen Projektionen verschmilzen. Die räumliche Wirklichkeit wird zu einem graphischen Umkehrbild. Smykla eröffnet durch Formbetonungen, Farbexplosionen, Ornamentierung, Verankerung temporärer Vorkommnisse usw. neue Dimensionen des Raumes. Zeichnung wird Performance, der reale Raum zum Bühnenbild, zur „Imaginationsfläche", zu einer „Projektion".
Das Publikum ist interaktiver Teil dieses Zeichenprozesses. Die über die Wohnung verteilten Overhead-Projektoren entwickeln zimmerspezifische Bildarchive von Menschen, Objekten, Handlungen und Designvarianten auf den Wänden. Die Besucher haben zudem die Möglichkeit, am Zeichenprozess mitzuwirken. Zusammen mit dem Künstler tasten sie sich an das Sichtbare heran.
Mit seiner Lichtperformance beschreitet der Künstler unorthodoxe Wege: Er vermischt in Echtzeit das Objekt mit seiner Projektion, lässt sie nicht nur in direkte Beziehung treten, sondern vereinigt sie. Smyklas Performance spielt mit der Bedeutung von Raum und Zeit, Gegenwart und Abwesenheit. Die simultan sichtbaren Spuren von Vergangenheit und Gegenwart verweben und vernetzen sich unaufhörlich in Raum und Zeit - bis die Abstelltaste der Projektoren den Zauber beendet und nur ein Nachhall der vorherigen Imagination bleibt.

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